Narkosemethoden - Eine Erklärung

Eine Narkose ist ein zentraler und äußerst wichtiger Teil einer jeden Operation. Diese kann auf zwei verschiedene Arten durchgeführt werden. Eine Option ist die Inhalationsnarkose, eine andere die Injektionsnarkose. Welche Art der Narkose gewählt werden kann oder auch sollte, wollen wir hier etwas detaillierter darstellen. Viele Faktoren wie z.B. die Art der Operation, die mögliche Narkosedauer, das Alter des Tieres und seine generelle Verfassung, die Blutwerte des Patienten etc. fließen in die Entscheidung des Tierarztes mit ein.

Eine gute Anästhesie, die Minimierung der Risiken, ein optimales OP-Ergebnis und im Anschluss eine sanfte Aufwachphase sind uns sehr wichtig bei jeder Operation. Nur so kann ein Maximum an Sicherheit für den Patienten garantiert werden.

Die Injektionsanästhesie bietet die Möglichkeit unterschiedlicher Narkosetiefen.

Gerade die Option einer Kurznarkose, welche man durch einen Antagonisten aufheben kann, macht diese sehr attraktiv für kleinere Eingriffe oder Momente, bei denen der Patient absolut nicht kooperativ ist. Ebenso können per Injektion Beruhigungsmittel verabreicht werden, um ein Tier etwas zu sedieren, sodass z.B. eine Röntgenaufnahme gemacht oder eine Blutprobe genommen werden kann.

Für eine Operation muss eine tiefere Narkose gewählt werden, welche über einen längeren Zeitraum stabil anhält, was mit einer reinen Beruhigung nicht möglich wäre. Hier entscheidet man nun über die Art und Weise (Injektion oder Inhalation).

Die Injektionsnarkose wird klassischer Weise für kürzere und einfache Eingriffe, welche einen geringen Grad an Überraschungen, welche die OP-Dauer drastisch verlängern können, gewählt. Zu diesen Operationen zählt man z.B. die Kastration von Katzen oder Rüden dazu.
Ein Nachteil der Injektionsnarkose ist es, dass man ein injiziertes Medikament nicht „entfernen“ kann. Das Medikament muss durch das Tier verstoffwechselt und „ausgeschieden“ werden. Ebenso ist die Zeit ein Faktor der bei der Injektionsnarkose zum tragen kommt. Es ist nur medizinisch ratsam ein Tier bestimmt lange mit einer Injektionsnarkose zu anästhesieren. Dies macht die Injektionsnarkose für lange OPs natürlich viel unattraktiver. 

Die andere Möglichkeit für eine tiefere Anästhesie ist Inhalationsanästhesie.

Bei dieser Methode wird der Patient mit einer sogenannten Prämedikation zum Schlafen gebracht, danach wird dem Patienten ein Tubus in die Luftröhre eingeführt, welcher dann Sauerstoff und ein Narkosegas direkt in die Lungen leitet. Der massive Vorteil einer Inhalationsnarkose ist es, dass die Narkosetiefe des Patienten extrem schnell reguliert werden kann. Durch die Nutzung eines Monitors können die Vitalfunktionen des Patienten exakt beobachtet werden und ebenso wird die benötigte Menge an Narkosegas zeitgenau angepasst. Desweiteren wird das Gas vom Patienten sehr schnell ausgeatmet, sodass bei möglichen Komplikationen die Narkose extrem schnell beendet werden kann. Schonender ist ebenfalls, dass die Körpertemperatur des Patienten nicht so schnell abfällt und durch die sehr kurze Aufwachphase nach der OP ist der Patient sehr schnell wieder auf den Beinen, was sich natürlich sehr positiv auf den Kreislauf auswirkt. Ein Nachteil der Inhalationsnarkose ist der erhöhte Preisaufwand, welcher aber durch die hohe Anzahl an wichtigen Vorteilen gegenüber der Injektionsnarkose nicht so stark ins Gewicht fallen sollte.

Möchten Sie noch mehr zu Narkosemöglichkeiten und deren Vor- oder Nachteile erfahren, dann sprechen Sie uns gerne jederzeit an. Vor einer jeden Operation besprechen wir die möglichen Methoden und die Begründungen, welche Methode wir favorisieren würden!!