Asthma bei Katzen

Hat ein Tier eine Problematik mit der Atmung, dann fällt dies meistens rasch auf. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben, aber eine bestimmte Problematik, welche wir beim Menschen sehr gut kennen und gerade bei physischer Anstrengung schnell als Grund für die Atemwegsproblematik sehen ist Asthma. Auch unsere Tiere könne dies entwickeln. Vor allem Katzen.

Katzen mit Asthma haben in unterschiedlichem Maße Probleme beim Atmen. Meisten treten Symptome wie Husten, Niesen oder atmen mit geöffnetem Maul auf. Die angestrengte Atmung entwickelt sich, weil sich die Bronchien und dann auch die Luftröhre langsam mit Schleim füllen. Dies führt so zu einem geringeren Luftstrom. Nach kurzer Zeit in diesem Zustand, wenn ein großer Teil der Bronchien sich füllen, kann dies sich zu einem lebensbedrohlichen Zustand entwickeln.

Bemerkt man bei seiner Katze diese Symptome der stark angestrengten Atmung, dann sollte man sich schnellstmöglich auf den Weg zum Tierarzt machen. Dies sollte trotz der Dringlichkeit möglichst ruhig passieren, damit man die Katze nicht zusätzlich stresst. Sonst kann sich der Zustand deswegen auch noch weiter verschlimmern.

Die Diagnose kann mit einem Röntgenbild der Lungen festgestellt werden. Dann können auch andere Ursachen für Atemprobleme wie zum Beispiel Lungenödem, Herzvergrößerung oder ein Tumor ausgeschlossen werden. Normalerweise ist das Röntgen und die typischen Symptome ausreichend um eine Diagnose zu stellen, aber manchmal ist sinnvoll zur weiteren Abklärung eine Zellprobe zu nehmen. Das wird dann unter Narkose gemacht.

Die Behandlung beläuft sich zuerst auf eine Versorgung mit Sauerstoff und der Katze wird ein Beruhigungsmittel verabreicht, sodass die Katze weniger Stress und wieder mehr Sauerstoff zur Verfügung hat. Dies wird in einer sogenannten „Sauerstoff-Box“ gemacht.
Die langfristige Behandlung ist meist die Nutzung von Bronchodilatatoren (etwas was den Bronchien erweitert) und auch die Anwendung von Kortison. Die beiden Medikamente können entweder in Tablettenform gegeben werden oder mit ein Inhalator (was weniger Nebenwirkungen hat und schneller wirkt). Der Inhalator wird auch normalerweise gut von Katzen akzeptiert und toleriert.

Wenn eine betroffene Katze schon früh behandelt wird, ist die Prognose größtenteils gut.

Sollten Sie  Symptome erkennen oder vermuten, zögern Sie nicht uns zu konsultieren!